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Der Darm als Verdauungs- und Immunorgan
Der Darm ist unser größtes Organ. Eine seiner Hauptaufgaben ist die Aufspaltung von Nahrungsbestandteilen (mit Enzymen). Ein gesunder Darm stellt sicher, dass der Körper bei einer ausgewogenen Ernährungsweise mit allem was er benötigt, versorgt wird. Gleichzeitig ist der Darm auch der Hauptsitz unseres Immunsystems. Für die Aufrechterhaltung der unterschiedlichen Funktionen des Darmes ist eine gut funktionierende Darmschleimhaut mit einer intakten Darmflora besonders wichtig. Die meisten Erkrankungen, die im Darm beginnen, zeigen sich zu Beginn in einer Änderung der Zusammensetzung der Darmflora. Die Folge können Allergien, Abwehrschwächen und chronische Darmerkrankungen sein.
KyberKompakt-Stuhldiagnostik – Gesundheit beginnt im Darm
Mit Hilfe der KyberKompakt-Stuhldiagnostik können Störungen der Darmflora frühzeitig, sicher und schmerzfrei festgestellt werden und entsprechend dem Stadium der Erkrankung oder Regeneration therapeutische Maßnahmen ergriffen werden. Durch KyberKompakt-Stuhldiagnostik kann nicht nur die Ursache vieler chronischer Leiden ermittelt und behoben werden, sondern es werden schon in den Frühstadien Veränderungen gefunden. So können Gegenmaßnahmen getroffen werden, bevor die Krankheit chronisch wird.
Zu den am meisten verbreiteten Typ-III-Reaktionen gehören die Histaminintoleranz und die Laktose- und Fruktoseintoleranzen.
Histaminintoleranz
Die Histaminintoleranz ist eine Erkrankung, die in den letzten Jahren vermehrt beobachtet wurde. Nach heutigen Schätzungen leiden bis zu drei Prozent der Bevölkerung unter dieser Nahrungsmittelunverträglichkeit. Bei den betroffenen Personen treten unmittelbar oder verzögert nach dem Verzehr histaminreicher Lebensmittel allergieähnliche Symptome auf. Diese werden durch ein Ungleichgewicht zwischen der Aktivität des histaminabbauenden Enzyms Diaminooxidase (DAO) und dem anfallenden Histamin verursacht.
Für einen DAO-Mangel kommen zwei Hauptursachen in Frage:
1. Absoluter DAO-Mangel (bei mindestens zwei Prozent der europäischen Bevölkerung). Es handelt sich hierbei um die genetisch vorherbestimme klassische Histaminintoleranz.
2. Relativer DAO-Mangel (bei ca. 15 Prozent der Bevölkerung) durch
- kompetitive (verdrängende) Hemmung der DAO durch Medikamente oder Alkohol und biogene Amine
- Histamin-Überbelastung durch vermehrte Zufuhr, Histaminliberatoren in Nahrungsmitteln und histaminproduzierende Darmbakterien
- Schädigung der Enterozyten durch gastrointestinale (Magen und Darm betreffende) Erkrankungen
Zu den histaminreichen Lebensmittel gehören insbesondere durch Mikroben produzierte Lebensmittel (Gärung), so z.B. Sauerkraut, lange gereifter Käse, Wurst, Rotwein, Thunfischkonserven. Zu den Histaminliberatoren gehören z.B. Erdbeeren, Tomaten, Spinat, Nüsse, Schweinefleisch, Schalentiere, Fisch, Lakritze und Schokolade.
Die Diagnose ist sowohl durch Blut- als auch durch Stuhlteste möglich.
Laktose- und Fruktoseintoleranzen
Bei einer Laktoseintoleranz kann der Organismus die mit der Nahrung aufgenommene Laktose (Milchzucker) nicht verwerten. Der Grund hierfür ist ein Mangel an Laktase. Dieses von den Dünndarmzotten produzierte Enzym spaltet Laktose in Galaktose und Glukose. Ein Laktasemangel kann auf einem angeborenen oder erworbenen Enzymdefekt beruhen. Während im Kindesalter Milchprodukte meist sehr gut vertragen werden, nimmt die Laktaseaktivität im Kindes-/Jugendalter ab. Etwa 15 Prozent der Mitteleuropäer haben eine derartige primäre Laktoseintoleranz. Weltweit sind etwa 75 Prozent der Bevölkerung davon betroffen (bei Asiaten sogar über 95%). Die primäre Laktoseintoleranz ist damit weltweit die am häufigsten auftretende Nahrungsmittelunverträglichkeit. Chronische Dünndarmerkrankungen wie Enterokolitis (bei sehr kleinen Frühgeborenen), Zöliakie (Dünndarmentzündung durch Glutenunverträglichkeit) und akute Durchfälle können durch Abschilferungen des Bürstensaumes zu einer vorübergehenden sekundären Laktoseintoleranz führen. Die frühzeitige Erkennung der Laktoseintoleranz und daran gebundene therapeutische Maßnahmen können die Laktaseproduktion des Bürstensaums meist wieder herstellen. Die Fruktoseintoleranz (Fruchtzuckerunverträglichkeit) kommt ebenfalls in zwei Formen vor. Die intestinale (den Darm betreffende) Fruktoseintoleranz tritt bei ca. einem Drittel der Erwachsenen auf. Eine verminderte Enzymaktivität führt hier zur unvollständigen Fruktoseaufnahme im Dünndarm. Bei der hereditären (erblichen) Fruktoseintoleranz fehlt das Enzym Aldolase B. Dieses ist für den Fruchsäureabbau in der Leber verantwortlich. Die ersatzweise eintretende Aldolase A arbeitet etwa fünfzigmal langsamer. Dadurch sammelt sich Fruktose-1-Phosphat in der Leber an und hemmt die Enzyme der Glykolyse und des Glykogenstoffwechsels. Diese Hemmung führt zu Unterzuckerung und Leberverfettung. Eine konsequente Vermeidung von Fruktose bei früh gestellter Diagnose kann die Leberverfettung reduzieren.
Die Diagnose von Laktose- und Fruktoseintoleranzen erfolgt durch einen Atemgastest nach einer gezielten Einnahme von Fructose oder Lactose.
Die Therapie wird in der Naturheilkunde erfolgreich angewendet, obgleich sie in der Schulmedizin umstritten ist.
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