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Die Mistel ist im Verlauf der letzten 100 Jahre auf neue Art in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Schon keltische Druiden hatten sie als die „alles Heilende“ verehrt. Im Mittelalter wurde sie gegen Leberleiden eingesetzt, später auch zur Blutdrucksenkung. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erwachte ein neues Interesse an der Mistel. Um das Jahr 1907 fing der Münchner Botaniker Karl von Tubeuf an, alles damals verfügbare Wissen aus Naturwissenschaft, Mythologie und Kulturgeschichte der Mistel zu sammeln, das er 1923 als „Monographie der Mistel“ veröffentlicht hat. Und bereits im Herbst 1904 begann Dr. Rudolf Steiner, im Rahmen seiner geisteswissenschaftlichen Lehr- und Forschungsarbeit über die Mistel zu sprechen.
Die Mistel ist in der Tat eine eigenartige Pflanze. Zur Krebstherapie wird nur die weißbeerige Mistel, Viscum album, eingesetzt, die in Europa in drei Unterarten vorkommt:
- Als Laubholzmistel
- Als Kiefernmistel
- Als Tannenmistel
Die Therapie wird in der Naturheilkunde erfolgreich angewendet, obgleich sie in der Schulmedizin umstritten ist.
Die Therapie
Mistelpräparate enthalten als wirksamen Bestandteil einen Gesamtextrakt aus der weißbeerigen Mistel (Viscum album) von verschiedenen Wirtsbäumen. Die Wahl des geeigneten Mistelpräparates ist von verschiedenen Parametern abhängig:
- Tumorart
- Krankeitsstadium
- Geschlecht des Patienten
- Immunstatus
- Therapieverlauf
Durch Aufstellung eines individuellen Therapieschemas wird eine speziell auf den Patienten zugeschnittene Behandlung ermöglicht.
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