|
Bei der Laserakupunktur wird die Akupunkturnadel der klassischen Akupunktur durch die Stimulationskraft des Laserstrahles ersetzt. Sie stellt eine patientenfreundliche und schmerzfreie Alternative dar.
Die Therapie wird in der Naturheilkunde erfolgreich angewendet, obgleich sie in der Schulmedizin umstritten ist.
Die Laserakupunktur weist im Vergleich mit der klassischen Nadelakupunktur Besonderheiten und Vorteile auf:
Vorteile:
- Die Laserakupunktur ist durch einfache und schmerzfreie Behandlungstechnik patientenfreundlich und eignet sich besonders für die Behandlung von Kindern.
- Die Laserakupunktur ist frei von Komplikationen (Nadelkollaps, vagovasale Synkope, Mikrowunden, Infektionen, Hämatome u.a.).
- Die Nebenwirkungsrate ist bei der Laserakupunktur geringer (ca. 0,01%).
- Bei der Laserakupunktur können im Gegensatz zur Nadelakupunktur keine Mikrowunden entstehen, die manchmal Beschwerden verursachen.
- Mit der Laserakupunktur lassen sich empfindliche oder traumatisierte Körperpartien problemlos behandeln: Akupunkturpunkte am Kopf, Ohrpunkte, Areale mit Hautstörungen (Ekzem, Entzündung, Verletzung u.a.).
- Die Laserakupunktur kann auch dann angewandt werden, wenn eine Nadelakupunktur kontraindiziert ist (Infektionsgefahr, Autoimmunerkrankung, Antikoagulanzienbehandlung, Fehlreaktion auf den Nadelreiz u.a.)
Besonderheiten:
- Die Laserakupunktur erreicht effektiv ca. 90% der Punkte; ca. 10% der Punke liegen tiefer im Gewebe (>5cm) und werden durch die Energiedichte der Low-Level-Laserstrahlen in diesen Gewebeschichten nicht mehr ausreichend angeregt.
- Das Nadelgefühl (De-Qi-Gefühl), was Ausdruck einer Depolarisierung durch Verletzungen ist, ist bei der Laserakupunktur undeutlicher. Manche Patienten geben ein leichtes Kribbeln mit Ausstrahlung entlang des Meridians an.
- Die Laserakupunktur wird wie eine „neutrale Nadelbehandlung“ gewichtet. Die verschiedenen Nadeltechniken zur Tonisierung und Sedierung etc. können aber durch unterschiedliche Bestrahlungszeiten und Energiedichten simuliert werden:
- Tonisierung: geringe Bestrahlungszeit (<30 sec), hohe Energiedichte (>30 mW) bewirkt forciertes Aktionspotential
- Sedierung: längere Bestrahlungszeit (>3 min), geringe Energiedichte (10 mW) bewirkt Zustand der Hyperpolarisation
Fast alle Akupunkturpunkte liegen nicht tiefer als 5 cm im Gewebe. Die Stimulationsenergie der Laserstrahlen reicht trotz ihrer Streuung meist auch bei einer nur ungefähren Punktlokalisation aus.
|